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Abschied von mir im Körper eines Hundes

Abschied von mir im Körper eines Hundes

07/13/2016 - 23:06 Submitted by Cara Goldsworthy

Abschied von mir im Körper eines Hundes

von Lola Jones, Begründerin von Divine Openings

 

Honey war ich, im Körper eines Hundes.

Wir beide waren Teil des gleichen Lebensstroms, lediglich auf zwei verschiedene Arten (in dieser Zeit und diesem Raum) zum Ausdruck gebracht. Bis vor wenigen Jahren begleitete sie mich überall hin, sie folgte mir sogar auf drei Stunden andauernden Reitausflügen durch die zerklüftete, bergige Wildnis von Ojai, bis zu ihrem hohen Alter von 16 Jahren.

Viele von euch erinnern sich noch an Honey als meine Co-Moderatorin, als ich noch Retreats auf meiner Ranch in Texas, oder in meinem Zuhause in Ojai abhielt. Sie war immer zu meinen Füssen, den Vorsitz anführend mit der ihr charakteristischen, eigenen Würde. Letztes Jahr im Santa Barbara Retreat Center "sah" Camille, eine fünffache Retreat Teilnehmerin,  Honey neben mir laufen, obwohl es gar nicht erlaubt ist Hunde als Co-Moderatoren mitzubringen ( so ein Mist....)

Es überraschte mich überhaupt nicht – natürlich war ihr nicht-physischer Aspekt dort.

Alle liebten Honey,  sogar diejenigen, die eigentlich keine Hunde mögen.
Sie war der perfekte Hund, schon in jungen Jahren war sie sehr bewusst, sie lernte mühelos Tricks – sie verstand einfach was ich sagte.

Honey hatte ihr eigenes Sofa oder Bett in jedem Zimmer meines Hauses.

Im Alter von acht Jahren sagte ein Tierarzt dass ihr ernsthaftes Herzgeräusch wohl zweifelsohne ihr Leben sehr früh beenden wird. Nicht nur dass das nicht passierte, sondern auch der sie zuletzt behandelnde Tierarzt konnte nicht glauben dass sie mit solch einer Herzerkrankung 19 Jahre alt wurde.

Sie weigerte sich schlicht das zu glauben und ganz sicherlich würde sie mich nicht verlassen!

lola jones spiritual teacher death and dyingHeute schreibe ich hier, in der neuen Gartenlaube sitzend, die Scott gerade gebaut hat, von einer kühlen Brise umgeben.

Früher hatte sich Honey immer ins Auto geschlichen damit ich  ja nicht alleine ohne sie irgendwohin fahre. Dann wollte sie irgendwann nicht mehr ins Auto klettern oder spazieren gehen. Zuletzt wurde sie wegen Sauerstoffmangels so schwach, dass sie einfach umfiel und nicht mehr aufstehen konnte. Sie konnte auch nicht mehr hören und sehen. Sie hatte keine Lebensqualität mehr. Sie konnte mir nicht mehr von Zimmer zu Zimmer folgen, und weil sie es nicht mehr immer schaffte nach draußen zu gehen um ihr Geschäft zu verrichten war sie an die Küche und mein Büro gebunden.

Seit ungefähr einem Jahr wussten wir dass der Tag näher kommen würde.
Eines Tages berichtete Scott dass sie versuchte durch das gerade von ihm geöffnete Tor zu entkommen. Er empfing die klare Nachricht von ihr, dass sie weggehen wollte um zu sterben, damit ich mich nicht damit auseinandersetzen müsste.
Ich mochte den Plan überhaupt nicht und ich sagte ihr dass es mir gut geht. Wir hielten das Tor dann immer geschlossen als ihr Körper immer schwächer wurde.


Sie war so eine zähe Hündin, sie hielt so lange durch. Wir entschlossen uns ihr bei ihrem Weggang zu helfen, solange sie noch ihre Würde behielt und bevor sie leiden musste. Herzgeräusche führen letztendlich zum Ersticken aufgrund Sauerstoffmangels.

Ich versuchte ihr zu helfen ihren Körper zu verlassen indem ich ihr das größte Divine Opening gab das ich ihr nur geben konnte. Verbunden mit der Absicht sie aufzufordern aus ihrem Körper auszutreten. Als sie da so auf ihrem Bett saß, legte ich meine Hände auf ihren Kopf. Sie sackte sofort zusammen, lag da und begann loszulassen. Aber der Körper hat seinen eigenen enormen Überlebensinstinkt und obwohl ich ihr sagte: "Sobald du deinen Körper losgelassen hast kannst du wieder immer bei mir sein, wohin ich auch gehe", so würde sie sich am Ende doch eher zusammenreißen als komplett loszulassen.

Und so riefen wir das wunderbarste Tierarztehepaar an. Sie kamen zu uns nach Hause.  Wir saßen alle um Honey als sie in einen tiefen, entspannten Schlaf glitt und schließlich losließ. Ihr Herz schlug noch viel länger als der Tierarzt erwartete – sie hatte immer schon einen eisernen Willen. Elf Kilogramm stählerne Muskeln in ihrem zwanzigsten Lebensjahr. Sie konnte steile Wände und Zäune erklimmen, sich von Verletzungen oder Stürzen erholen. Sie fing sich sogar einmal eine Kugel ein, die in die  Hüfte einschlug, damals in Texas. Nie gab sie ein Jaulen von sich  – denn das wäre ja würdelos gewesen – und kam immer wieder auf die Beine.

Honey ist nun im Nicht-Körperlichen.

Ich dachte dass ich vielleicht dieselbe festliche Freude fühlen würde auf der ich die ganze Nacht über segelte, als mein Vater seinen nutzlos gewordenen Körper verließ. Aber Scott und ich fühlten einen stillen, tiefen, ruhigen und tiefgreifenden Frieden.
Menschen haben immer die bemerkenswert friedliche Schwingung bei mir zuhause erwähnt, aber das jetzt war sogar noch stärker.

Es wurden keine Tränen vergossen weil Honey ja nicht weg ist, sie hat nur einen Körper abgelegt. Sie ist nun überall.

Oh, wenn ich mich so an sie erinnere,vergieße ich manchmal Freudentränen.

Wie jetzt.

Viele von euch sind mit dem Klang von Honeys Hundemarken vertraut, wenn sie so im Hintergrund meiner Sitzungsaufnahmen klimpern. An dem Abend nachdem wir Honeys Körper im Hinterhof beerdigt haben, saßen wir alle, inklusive Honey, auf dem Sofa, still versunken im Frieden und der Erleichterung. Da hörte ich ganz deutlich das Klimpern direkt hinter mir. Ich schaute zu Scott, er warf seinen Kopf zu mir herum und rief:  "Ich hörte es auch – Honeys Hundemarken."

Ich lächelte: "Hallo Honey, danke für dieses Geklimpere!"

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In friedlicher Erleichterung und Liebe,
Lola

 

PS - Erfahre mehr über Retreats die dir wirklich helfen, loszulassen. Sie werden dein Leben für immer verändern.

 

***Special thank you to Gabi for lovingly translating this blog post!

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